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Geschichte erleben - Unterwegs im Geisterbus Fulda

Kultur und Geschichte ist total langweilig? Von wegen!

Jede Stadt hat spannende Geschichten zu erzählen. Der große Unterschied dabei ist, ob du es trocken im Geschichtsunterricht hörst, oder es jemand spannend erzählt und du an dem Ort des Geschehens bist.

Die Geisterbus Tour ist bekannt für extrem gruselige Momente, die selbst den härtesten Erwachsenen das Fürchten lehrt. Für die Kinder und Jugendliche (ab 11) auf der Tour hat der "Professor" die Tour entschärft. Weniger gruselig, trotzdem spannend.

Wer weiß denn über die "Weiße Frau" bescheid, die an der Handelsstraße nach Leipzig über Jahre auf die Rückkehr ihres Geliebten aus dem Krieg wartete. Sie wartet dort noch heute und wurde schon in der Anlage am Frauenberg an der heutigen "Leipziger Straße" gesehen.

Die Richtplätze der vielen Männer und Frauen, die als Mörder, Diebe und als so genannte Hexen durch Hängen oder Köpfen ihr Ende fanden - weißt du, wo sie in Fulda einmal waren? Früher weit außerhalb der Stadtmauern heißt die Straße heute noch "Am Rabenstein". Warum? Es daraf vermutet werden, dass hier die Ass fressenden Vögel früher reichlich zu speisen fanden... Die letzte Hinrichtung fand übrigens am 21. November 1856 statt und war für eine Petersberger Schule damals ein willkommener Anlass für einen Schulausflug, um dieses letzte Ereignis zu besuchen. Aus der Ferne vom Rauschenberg aus, aber - krass, oder? (Die erste Hinrichtung war übrigens in 1771)

Ob es heute dort Nachts spukt? Hmm, warum wurde bis heute dort nie etwas gebaut? Ich werde dort jedenfalls nicht alleine in der Nacht einen Spaziergang machen...

Ein anderer Ort mit Geschichte ist der Friedhof "Franzosenwäldchen" Hier sollen die übrig gebliebenen Soldaten aus Napoleons Armee auf dem Rückzug zu Tausenden an Typhus gestorben sein. Bei Straßenbauarbeiten finden sich immer noch die Messingknöpfe der Uniformen in großen Mengen.

Hier liegt übrigens auch der letzte Henker Fuldas begraben. Suche auf dem Grabstein aber nicht nach dem Beruf "Henker". Das machte sich auch damals nicht so gut. Es steht "Wundarzt" auf dem Grab von Johann Conrad Lucas. Wenn du mal in Fulda bist, schau dich dort einmal um. Das "Band der Erinnerung" hilft, etwas über die einzelnen Gräber zu erfahren.

Geschichte kann unheimlich und spannend sein - und früher war ganz bestimmt nicht alles besser...